Presseberichte

Der Bücherbus vor der Bruno-H.-Bürgel-Grundschule in Berlin-Lichtenrade    Foto: Dr. Gerhard Weil
Der Bücherbus vor der Bruno-H.-Bürgel-Grundschule in Berlin-Lichtenrade Foto: Dr. Gerhard Weil

Aus der Berliner Woche, Ausgabe Tempelhof vom 17.7. 2017

 

 

Letzte Ehre für alten Bücherbus

Tempelhof. Mit einem Festakt vor dem Rathaus Tempelhof wurden am 14. Juli das 50-jährige Bestehen der Tempelhof-Schöneberger Fahrbibliothek sowie der 25. Geburtstag des aktuellen Bücherbusses gefeiert. Es dürfte der letzte für ihn gewesen sein.Der Bus mit Dieselantrieb ist mit seinen 25 Dienstjahren fast ein Oldtimer und darf schon seit 2015 nicht mehr in die Umweltzone fahren. Wie berichtet, hat das Bezirksamt kürzlich der Anschaffung eines neuen Bücherbusses zugestimmt. Noch in diesem Jahr soll die Ausschreibung erfolgen. „Ein echtes Geburtstagsgeschenk zum 50-jährigen Jubiläum“, freut sich die Stadträtin für Bildung, Kultur und Soziales, Jutta Kaddatz (CDU).

Unter den Festgästen waren viele Schulkinder, die vom Zauberkünstler Felix Wohlfahrth bei Laune gehalten wurden. Die Grundschüler hatten sich zuvor an der Malaktion „Meine neue Fahrbibliothek – Wie könnte sie aussehen?“ beteiligt. Dem Aufruf zur Teilnahme waren insgesamt rund 300 Kinder gefolgt, dessen Entwürfe Burkhard Kajewicz, Leiter der Fahrbibliothek, bei den regelmäßig angefahrenen Grundschulen einsammelte. Am fleißigsten haben Schüler der Paul-Klee-Grundschule sowie der Grundschulen im Taunusviertel und am Dielingsgrund die zur Verfügung gestellten Busbildervorlagen ausgemalt. Die besten Entwürfe wurden vor dem Rathaus auf eine Wäscheleine gehängt und an den Bücherbus geklebt.

Der neue Bus ist zwar noch längst nicht in Sicht und wird frühestens im kommenden Jahr erwartet, aber die Nachnutzung des alten Fahrzeugs steht schon auf der Tagesordnung. Jedenfalls soll das Bezirksamt auf Antrag der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) schon mal prüfen, wie der alte Bücherbus nach seiner Ausmusterung „stationär nutzbar“ gemacht werden könnte und welche Schule, Jugendfreizeiteinrichtung oder welches Familienzentrum bereit wäre, den Bus als ehrenamtlich betriebene Lesestube, Schulbibliothek oder ähnliches zu übernehmen. In jedem Fall aber soll die Nachnutzung ohne Mittel- und Personaleinsatz des Bezirks erfolgen. HDK


Aus der Berliner Woche, Ausgabe Tempelhof vom 28.6. 2017

Neuer Bücherbus muss her

 

 

Da der Bücherbus keinerlei Umweltstandards mehr erfüllt, wird ein neuer angeschafft. (Foto: HDK)

 

Tempelhof-Schöneberg. Jahrelang schon schiebt das Bezirksamt die Anschaffung eines neuen Bücherbusses vor sich her. Nun hat es Kulturstadträtin Jutta Kaddatz (CDU) endlich geschafft: Noch in diesem Jahr soll die Ausschreibung zwecks Kauf eines neuen Busses erfolgen.

 

Damit sieht Matthias Steuckardt, CDU-Fraktionschef in der BVV, erfreut eine langjährige Forderung seiner Partei erfüllt und sagt: „Der Bücherbus steuert insbesondere die Grundschulen im Süden des Bezirks an und leistet damit einen wichtigen Beitrag, um Kindern das Lesen nahezubringen. Auch die Menschen in der Umgebung der Standorte wissen den Bücherbus zu schätzen, da er neben einer Auswahl gut sortierter Literatur auch Formulare und Informationsblätter zu ihnen in den Kiez bringt.“

Der durchschnittlich mit 3000 bis 4000 Medien – Bücher, Zeitschriften, CDs, DVDs – bestückte Bibliotheksbus fährt zurzeit regelmäßig insgesamt zwölf Haltestellen, darunter sechs Schulen an. Der Fahrplan und die Haltestellen sind unter http://asurl.de/13cm anzuklicken.

Das aktuelle Modell des Bücherbusses, ein Volvo Diesel, hat zwar erst etwas mehr als 122 000 Kilometer auf dem Tacho und ist auch noch recht ansehnlich, darf aber wegen seiner Abgase schon seit 2015 nicht mehr in die Umweltzone fahren und fällt aufgrund notwendiger Reparaturen immer wieder für längere Zeit aus. Allerdings ist der offiziell Fahrbibliothek genannte Bus der Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg auch schon seit 25 Jahren auf Achse und mithin fast ein Oldtimer. Zu den voraussichtlichen Kosten sagt Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD): "Da vergleichbare Fahrzeuge für knapp eine halbe Million Euro gehandelt werden, haben wir 490 000 Euro in den Bezirkshaushalt eingestellt."

Weitere Informationen unter  902 77 23 61. HD

 


Aus der Berliner Woche, Ausgabe Tempelhof vom 27.4. 2017

 

Neuer Bücherbus muss her

Tempelhof-Schöneberg. In diesem Jahr ist der Bücherbus der Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg 25 Jahre auf Achse. Der Tacho zeigt rund 122 000 Kilometer. Für ein Vierteljahrhundert eigentlich ein Klacks.

Das Problem: Der äußerlich noch recht ansehnliche Diesel-Volvo erfüllt keinerlei Umweltstandards, stößt dicke schwarze Abgaswolken aus und darf schon seit Ende 2014 nicht mehr in die Umweltzone fahren. Außerdem fällt das Fahrzeug aufgrund notwendiger Reparaturen immer wieder für längere Zeit aus. Das soll sich demnächst ändern.

 

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat beschlossen, dass das Bezirksamt einen neuen Bus, möglichst mit Elektroantrieb, anschaffen soll. Das Bezirksamt muss nun zunächst prüfen, ob auch dafür eine Fördermöglichkeit über das Berliner Programm für nachhaltige Entwicklung (BENE) gegeben ist. Wenn ja, wird aber diese Förderung allein voraussichtlich nicht reichen. 

Deshalb sollen auch die 300 000 Euro, die das Berliner Abgeordnetenhaus dem Bezirk zwecks Förderung der Bibliotheksstandorte zur Verfügung stellt, für den neuen Bus ausgegeben werden. Der Rest sollte aus dem laufenden Haushalt abgezweigt werden. Aber auch das dürfte am Ende kaum für die Neuanschaffung ausreichen. Fachleute sagen nämlich, dass ein Elektrobus schließlich auch eine entsprechende Ladestation bräuchte, was insgesamt mindestens an die 700 000 Euro kosten würde. Und das geben nach Adam Riese weder Fördermittel noch Bezirkskasse her. Die reicht ja offenbar nicht einmal für den laufenden Betrieb aus. Jedenfalls wird der Bücherbus schon seit dem Jahr 2005 vom Unternehmen Berlin Recycling beträchtlich gesponsort.
Wie und mit welchem Antrieb auch immer: Die pro Tour durchschnittlich mit 3000 bis 4000 Medien – Bücher, Zeitschriften, CDs, DVDs - bestückte Fahrbibliothek mit Thomas Ebenstreit am Lenkrad fährt zurzeit regelmäßig insgesamt zwölf Haltestellen, darunter sechs Schulen im Bezirk, an. Das waren schon mal mehr. „Einige Schulen liegen in der Umweltzone und da dürfen wir ja nicht mehr reinfahren“, bedauert Burkhard Kajewicz, Leiter der Fahrbibliothek. Es ist übrigens erst der zweite Bus der Fahrbibliothek, die im Juli immerhin ihr 50-jähriges Jubiläum feiert. Wann ein neuer Bus anrollt, ist noch offen. HDK


P r e s s e m i t t e i l u n g

des Vereins „Freunde der Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg e.V.“

 

SOS – Rettet die Fahrbibliothek

 

Mit einer Einwohnerfrage am 15. Februar 2017 zur Zukunft des Bücherbusses hat der Verein „Freunde der Stadtbibliothek“ seine Kampagne zum Erhalt der Fahrbibliothek Tempelhof-Schöneberg eröffnet.

 

„2017 muss über die Neuanschaffung eines Bücherbusses für Tempelhof-Schöneberg positiv entschieden werden“, erklärt der 1. Sprecher des Vereins Frank Sommer.

 

Im 50. Jubiläumsjahr der Fahrbibliothek muss über die Neuanschaffung des altersschwachen und umweltbelastenden Bücherbusses durch die Kommunalpolitik entschieden werden. Es ist nach Meinung des Vereins nicht hinnehmbar, dass die Fahrbibliothek nur durch ständige Notreparaturen des Fahrzeugs betriebsfähig gehalten werden kann. Angesichts des Alters von 25 Jahren droht täglich der Totalausfall dieser für einen Flächenbezirk so wichtigen Einrichtung.

 

Wegen des Vorlaufs von etwa einem Jahr fordert der Verein die BVV und das BA auf, noch in diesem Jahr über die Finanzierung in Höhe von etwa 500.000,- Euro zu entscheiden. Der Verein erwartet, anders als bei der verschleppten Hertie-Entscheidung, ein deutliches Zeichen der Kommunalpolitik für die Zukunft der Fahrbibliothek.

Bei Rückfragen wenden Sie sich an

Frank Sommer

Sprecher des Freundeskreises

Berlin, 15. Februar 2017

 


Aus der Berliner Woche, Ausgabe Tempelhof vom 14.12. 2016

BerlinTempelhof-SchönebergTempelhofKulturLeiter der Stadtbibliothek im Ruhestand

 

Leiter der Stadtbibliothek im Ruhestand

 

Tempelhof-Schöneberg. Der Leiter der Stadtbibliothek, Dr. Engelbrecht Boese, geht am Jahresende in den Ruhestand.

 

Der Freundeskreises der Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg hat sich auf der Internetseite www.freundeskreis-bibliothek-ts.de mit einem großen Interview von ihm verabschiedet. In zehn Fragen und Antworten kann man sich über die Bibliotheksentwicklung im Bezirk informieren. Nach 26 Dienstjahren als Leiter der Tempelhofer, später der Tempelhof-Schöneberger Bibliotheken ist für Dr. Boese nun Schluss. Auf der Mitgliederversammlung des Freundeskreises Ende November wurden dem engagierten Leiter Dank und Anerkennung für seine überragenden Dienste im Einsatz für die Bibliotheken ausgesprochen. KT

 


Aus der Berliner Woche, Ausgabe Tempelhof vom 28. 9. 2016

 

Eine gewisse Schwammigkeit

'Die Entscheider müssen auch entscheiden.' Freundeskreis-Sprecher Frank Sommer (rechts) befragte in der Theodor-Heuss-Bibliothek Bezirkspolitiker, v.l. Jörn Oltmann (Grüne), Elisabeth Wissel (Linke), Melanie Kühnemann (SPD) und Christian Zander (CDU). Foto: KEN
"Die Entscheider müssen auch entscheiden." Freundeskreis-Sprecher Frank Sommer (rechts) befragte in der Theodor-Heuss-Bibliothek Bezirkspolitiker, v.l. Jörn Oltmann (Grüne), Elisabeth Wissel (Linke), Melanie Kühnemann (SPD) und Christian Zander (CDU). (Foto: KEN)
Berlin: Theodor-Heuss-Bibliothek |

In der BVV scheint niemand so recht zu wissen, wie es mit der Stadtbibliothek weitergeht

Schöneberg. Der neu gegründete Freundeskreis der Stadtbibliothek hat Bezirkspolitiker zum Thema „Zukunft der Stadtbibliothek in Tempelhof-Schöneberg“ befragt. Am Ende stellte Vorstandssprecher Frank Sommer eine „gewisse Schwammigkeit“ fest.

Von Christian Zander (CDU), Melanie Kühnemann (SPD), Jörn Oltmann (Grüne) und Elisabeth Wissel (Linke) wollte der Freundeskreis wissen, welche konkreten Schritte sie in der kommenden Wahlperiode zur Weiterentwicklung der Bibliotheken planen.
Die Stadtbibliothek mit ihrer Bezirkszentralbibliothek in Tempelhof, ihrer Mittelpunktbibliothek in Schöneberg, vier Stadtteilbibliotheken und einem Bücherbus ist veraltet und mit 3,16 Millionen Euro im Jahr unterfinanziert. Gebäude sind teilweise marode.
Viele der jährlich 620.000 Besucher werden der Stadtbibliothek mit 63 Mitarbeitern und 287.000 Medien untreu. Sie wandern ab, beispielsweise zur neuen Bibliothek im Einkaufszentrum „Das Schloss“ in Steglitz. Die Ursachen lauten: mangelndes Platzangebot und zu kurze Öffnungszeiten.
Das Eva-Maria-Buch-Haus braucht zumindest ein neues Dach und neue Fenster. Die Theodor-Heuss-Bibliothek benötigt einen Aufzug und neue WCs. Vom Bücherbus weiß niemand, wie lange er noch durchhält. Ein neues Fahrzeug kostet 400.000 Euro, die der Bezirk nicht hat.
Von der Idee der Union, für eine Bus-Neuanschaffung auf Gebühren aus der Parkraumbewirtschaftung zurückzugreifen, halten SPD und Grüne nicht viel. Die Linke kann sich hingegen damit „anfreunden“. Alle auf dem Podium befürworteten den Erhalt der Standorte. Dafür müsse endlich ein Landesbibliotheksgesetz her.
„Die Entscheider müssen auch Entscheidungen treffen“, so Moderator Frank Sommer. Was also beschließen die Bezirkspolitiker 2017? Der Unterausschuss Bibliotheken kann dazu nichts beisteuern. Er tagte seit 2013 26 Mal, zunächst nicht öffentlich. Ein Ergebnis – gibt es nicht; Beschlüsse, Zwischen- oder Abschlussberichte: Fehlanzeige. Eine Prognose für das nächste Jahr wagten die Gäste der Runde dann doch: Sanierungsplanungen abschließen und in die genannten Baumaßnahmen einsteigen.
Der Freundeskreis der Stadtbibliothek (www.freundeskreis-bibliotheken-ts.de) kommt am 11. Oktober zu seiner ersten ordentlichen Mitgliederversammlung zusammen; mehr Infos bei Frank Sommer unter 0172 3054869. KEN

Aus der Berliner Woche, Ausgabe Tempelhof vom 8. 8. 2016:

Gutes für die Bildung: Neue Aufgabe für Tempelhofs Alt-Bürgermeister

Tempelhof-Schöneberg. Angesichts der „teilweise verheerenden Lage“ in den acht Stadtbibliotheken im Bezirk hat sich, um gegenzusteuern, ein Freundeskreis zusammengefunden und Ende Juli den Verein "Freundeskreis der Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg" gegründet. Nur die Gemeinnützigkeit fehlt noch.

Erklärtes Ziel des neuen Vereins, der zunächst mit den acht Gründungsmitgliedern die Arbeit aufgenommen hat, ist laut seiner Satzung die "Unterstützung der Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg in ihren bildungspolitischen und kulturellen Aufgaben". 

Die Mitglieder verstehen sich als „Botschafter der Bibliotheken“, die sich für eine Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, als Förderer von besonderen Projekten, als Plattform für die Interessen der Bibliotheksnutzer sowie für eine bessere finanzielle und personelle Ausstattung der Bibliothekseinrichtungen als Bildungs- und Informationszentren einsetzen wollen. Insbesondere soll „bei den politischen Entscheidungsträgern für eine bessere Ausstattung und Anerkennung der Einrichtungen“ gesorgt werden. Zu diesem Zweck strebt der Verein noch vor den Wahlen eine Bürgerdiskussion zum Thema Zukunft der Tempelhof-Schöneberger Bibliotheken und eine Befragung der Parteien zum Thema an. 

Einfach mitmachen

Zudem sind alle interessierten Bürger zur Mitarbeit im Verein aufgerufen. Kontaktadresse: Freundeskreis der Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg c/o Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg, Hauptstraße 40, 10827 Berlin. E-Mail: stabi@ba-ts.berlin.de. 

Auf der Gründungsversammlung wurde zunächst ein dreiköpfiger Vorstand gewählt. Sprecher sind Frank Sommer, Lesevermittler und Inhaber der Agentur „Eventilator“, und Dieter Hapel, ehemaliger Bildungsstadtrat und letzter Bürgermeister vom einstigen Bezirk Tempelhof. Dritte im Bunde ist die Literaturübersetzerin Ilse Layer, die den Bereich Finanzen und Mitgliederverwaltung verantwortet. Als nächstes soll die Eintragung beim Amtsgericht vorgenommen und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit beim zuständigen Finanzamt betrieben werden. HDK